Schutz für Generationen: Startschuss für das Hochwasserschutzprojekt am Arndorfer Bach
In Timenitz, Marktgemeinde Magdalensberg, starteten kürzlich die Bauarbeiten für das Hochwasserschutzprojekt am Arndorfer Bach. Mit dieser Maßnahme setzen Gemeinde, Bund und Land einen wichtigen Schritt zum Schutz der Bevölkerung. Bei einer Baustellenbegehung überzeugte sich der Katastrophenschutz- und Wasserwirtschaftsreferent des Landes Kärnten, Landesrat Daniel Fellner, gemeinsam mit den Vertretern der Marktgemeinde Magdalensberg, Bürgermeister Andreas Scherwitzl, Vizebürgermeisterin Edith Patscheider und Vizebürgermeister Albert Klemen sowie Bauausschussobmann Eduard Otto persönlich vom Baufortschritt.
Fellner betonte dabei die ungeheure Bedeutung von Schutzprojekten wie diesem:
„Hochwasserschutz ist ein zentraler Baustein für die Sicherheit der Kärntnerinnen und Kärntner. Mit Projekten, wie hier in Timenitz, sorgen wir dafür, dass das Leben der Bevölkerung sowie der Wohnraum und öffentliche Einrichtungen – und damit einhergehend die Lebensqualität in den Gemeinden nachhaltig geschützt werden.“
Bürgermeister Scherwitzl ergänzte:
„Dieses Projekt ist für unsere Gemeinde von größter Wichtigkeit. Es geht nicht nur um den unmittelbaren Schutz vor Hochwasser, sondern auch um die langfristige Entwicklung und um die Sicherheit und die Lebensqualität in Magdalensberg, immerhin betrifft diese Hochwasserschutzmaßnahme auch das Gemeindezentrum. Die Umsetzung ist ein starkes Signal an die Bevölkerung, dass wir Verantwortung übernehmen, die richtige Reaktion auf die Starkwetterereignisse der letzten Jahre setzen und in unsere Zukunft investieren.“
Ziel des Projekts ist es das Ortsgebiet von Deinsdorf, Teile von Lassendorf und von St. Lorenzen vor einem hundertjährlichen Hochwasserereignis zu sichern und damit Wohnraum öffentliche Einrichtungen und die Lebensqualität langfristig zu schützen. Im Detail bildet das Kernstück des Projekts eine rund 70 Meter lange Geländeanpassung, die eine Optimierung des natürlichen Rückhalteraums ermöglicht. Ergänzend dazu wird ein Anschlussbauwerk an den verrohrten Arndorfer Bach errichtet, welches eine kontrollierte Entleerung des Retentionsraums sicherstellt. Insgesamt können so mehrere Wohnobjekte samt Nebengebäude und öffentliche Gebäude wie der Kindergarten, die Kita und das Bildungszentrum hochwassersicher gestellt werden. Darüber hinaus wird durch den Rückhalt des Wassers auch die Abflussspitze flussabwärts an der Gurk reduziert, was wiederum einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Hochwasserschutz leistet.
Die Gesamtkosten des Projekts betragen 600.000 Euro. Davon trägt der Bund 300.000 Euro, das Land Kärnten 240.000 Euro und die Gemeinde Magdalensberg 60.000 Euro. Die Umsetzung ist für die Jahre 2025 bis 2026 vorgesehen. Mit der Umsetzung des Projekts wird ein bedeutender Beitrag zur Vorsorge geleistet und zugleich gezeigt, wie durch die enge Zusammenarbeit von Bund, Land und Gemeinde nachhaltige Sicherheit entstehen kann.